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Interview mit Herbert Nowak

Die BU Best geht als Direktversicherung in Betrieb(e)

BU-Schutz über den Arbeitgeber: Die ERGO BU Best verbindet Arbeitskraftabsicherung mit den Vorteilen der bAV. Im Interview zeigt Herbert Nowak, Leiter Produktmanagement bAV, warum Makler damit Arbeitgeber, Arbeitnehmer und ihre eigene Beratungspraxis stärken.

Die BU als Direktversicherung macht Einkommensschutz für viele Arbeitnehmer greifbarer – und bietet Maklern einen logischen Ansatzpunkt für das Firmengeschäft.

Herbert Nowak Leiter Produktmanagement bAV bei ERGO

Darum geht’s

  • Warum BU-Schutz über den Arbeitgeber an Relevanz gewinnt
  • Warum die BU als Direktversicherung für Makler mehr ist als nur eine neue Produktvariante
  • Welche Vorteile Arbeitnehmer durch Entgeltumwandlung und Arbeitgeberzuschuss haben
  • Wie Arbeitgeber BU-Schutz als modernen Benefit für ihre Mitarbeitenden nutzen können
  • Welche Produkthighlights in der Beratung besonders relevant sind
  • Welche Rolle Rating, Leistungsprüfung und Flexibilität spielen

Die ERGO BU Best kann als Direktversicherung abgeschlossen werden. Warum setzt ERGO auch mit der BU bei Unternehmen an?

Herbert Nowak: Weil hier zwei Themen zusammenkommen, die in der Beratung ohnehin eine große Rolle spielen: Einkommensschutz und betriebliche Vorsorge. Berufsunfähigkeit ist für Arbeitnehmer eines der größten finanziellen Risiken. Trotzdem haben in Deutschland über 30 Millionen Erwerbstätige keine ausreichende Absicherung dagegen! Eine riesige Lücke, die für alle Seiten enormes Potenzial bietet: sowohl für Arbeitnehmer, als auch für Arbeitgeber und Vermittler. Mit der BU Best als Direktversicherung möchten wir einen Lösungsansatz bieten, der den Zugang zum BU-Schutz erleichtert.

Und dieser Zugang führt über die Arbeitgeber?

Herbert Nowak: Ja, denn über die betriebliche Vorsorge wird das ganze Thema anders wahrgenommen: Es kommt nicht als einzelnes Privatprodukt, sondern als Bestandteil eines Vorsorgeangebots des Arbeitgebers. Das schafft Aufmerksamkeit, erleichtert die Ansprache und kann durch Entgeltumwandlung und Arbeitgeberzuschuss auch die Nettobelastung reduzieren.

Für Arbeitnehmer wird Einkommensschutz damit greifbarer. Für Arbeitgeber entsteht ein Benefit mit echtem Substanzwert. Und Makler erhalten einen Zugang, um bAV-Beratung um eines der wichtigsten biometrischen Risiken zu erweitern. Das ist fachlich naheliegend und vertrieblich interessant: Makler können Versorgungslücken in Belegschaften adressieren und ihre Position als ganzheitliche Vorsorgeberater stärken.

Worin liegt der größte Vorteil einer betrieblichen BU für Arbeitnehmer?

Herbert Nowak: Für Arbeitnehmer steht natürlich der Schutz des Einkommens im Vordergrund – und das zu besonders günstigen Konditionen. Beiträge zur bAV sind befreit von Einkommensteuer und Sozialabgaben. Hinzu kommt der gesetzliche Arbeitgeberzuschuss. Das alles senkt den finanziellen Aufwand des Arbeitnehmers.

Häufig zahlen Arbeitnehmer so effektiv nur etwa die Hälfte des Beitrags. Ein Beispiel: Für eine Musterkundin mit 4.000 Euro Bruttogehalt monatlich, Steuerklasse 1, ledig, ohne Kinder, ohne Kirchensteuer, 15 Prozent Arbeitgeberzuschuss und einem Gesamtbeitrag von 100 Euro liegt die Nettobelastung nur bei rund 47 Euro.

Bei einem Gesamtbetrag von 100 Euro zahlen Arbeitnehmer nur 47 Euro netto. 13€ davon sind Arbeitgeberzuschuss, 40€ sind Steuer- und Sozialversicherungsvorteile. Musterkundin, ledig, 4.000 Euro brutto mtl., Steuerklasse 1, keine Kinder, keine Kirchensteuer, 15% Arbeitgeberzuschuss, Werte gerundet. Typisch bAV: Arbeitnehmer zahlen netto nur einen Bruchteil des Gesamtbeitrags

Wichtig ist eine transparente Beratung

Leistungen aus der bAV sind grundsätzlich steuerpflichtig. Bei gesetzlich Krankenversicherten können außerdem Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung anfallen. Allerdings ist gerade während einer Berufsunfähigkeit der persönliche Einkommensteuersatz meist viel geringer als während der Berufstätigkeit.

Und was macht die BU als Direktversicherung für Arbeitgeber attraktiv?

Herbert Nowak: Arbeitgeber können sich mit der BU als Direktversicherung als verantwortungsbewusste und moderne Arbeitgeber positionieren und zeigen, dass sie Vorsorge ganzheitlich denken. Es geht nicht nur um Altersvorsorge, sondern auch um die finanzielle Stabilität während des Erwerbslebens.

Das ist gerade im Wettbewerb um Fachkräfte relevant. Viele Benefits sind angenehm, aber nicht existenziell. Eine Berufsunfähigkeitsabsicherung kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen. Damit wird sie zu einem Benefit, der Fürsorge, Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität sinnvoll verbindet.

Für welche Unternehmen ist die Lösung besonders interessant?

Herbert Nowak: Besonders interessant ist sie für Arbeitgeber, die ihre bAV weiterentwickeln oder ihr Benefit-Angebot substanzieller aufstellen möchten. Das gilt etwa für Unternehmen mit Fachkräftebedarf, mit jüngeren Belegschaften oder mit vielen qualifizierten Mitarbeitenden, deren Einkommen und Absicherungsbedarf im Laufe der Karriere steigen, denn hier bietet die BU Best besonders starke Features.

Gutes Stichwort. Welche Produkthighlights der BU Best sollten Makler im Gespräch herausstellen?

Herbert Nowak: Wichtig sind neben dem reinen BU-Schutz vor allem die Leistungen, die typische Sorgen aus dem BU-Kontext aufgreifen, zum Beispiel: Was passiert bei längerer Krankheit? Wie bleibt die Absicherung bei Karriere- oder Lebensveränderungen passend? Hier liefert die ERGO BU Best überzeugende Argumente:

  • Überbrückungshilfe: Wenn Krankengeld oder Krankentagegeld wegen BU oder Erwerbsminderung endet, zahlt ERGO bis zur Leistungsentscheidung eine Überbrückungshilfe von bis zu 6 Monaten.
  • Beitragsbefreiung bei Arbeitsunfähigkeit: Bei mehr als 6 Wochen andauernder AU werden die Beiträge für maximal 6 Monate ausgesetzt.
  • Karrieregarantie: Bei entsprechender Einkommenssteigerung kann die BU-Rente auf bis zu 6.000 Euro monatlich erhöht werden.
  • Nachversicherungsgarantien: Anpassungen bei wichtigen Lebensereignissen, auch anlassunabhängig innerhalb der ersten Jahre.
  • Faire Teilzeitklausel: Teilzeit wird bei der Leistungsprüfung fair berücksichtigt.

Apropos Anpassung. Welche Rolle spielt Flexibilität bei der BU als Direktversicherung

Herbert Nowak: Eine sehr große. Erwerbsbiografien sind heute selten geradlinig. Menschen wechseln Arbeitgeber, gehen in Teilzeit, entwickeln sich beruflich weiter oder verändern ihre Lebensplanung. Deshalb ist es wichtig, dass eine BU-Lösung nicht starr ist.

Neben Karriere- und Nachversicherungsgarantien sowie der Teilzeitklausel bietet die ERGO BU Best hier mehrere Ansatzpunkte. Bei einem Arbeitgeberwechsel kann der Vertrag grundsätzlich privat fortgeführt oder auf einen neuen Arbeitgeber übertragen werden, wenn dieser zustimmt. Bei einem Wechsel in einen risikoärmeren Beruf ist eine Überprüfung der Risikoeinstufung möglich. Und wenn sich die gesetzliche Regelaltersgrenze erhöht, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Laufzeit der Absicherung ohne erneute Risikoprüfung verlängert werden.

Die ERGO BU Best ist mit FFF+ von Franke & Bornberg bewertet. Wie können Makler dieses Rating nutzen?

Herbert Nowak: Das Rating ist eine sehr gute Hilfestellung zur Orientierung im Markt. Franke & Bornberg hat die Kriterien für Berufsunfähigkeitsversicherungen 2026 verschärft. Dass die ERGO BU Best dennoch die Bestnote FFF+ erhalten hat, unterstreicht die hohe Qualität.

Für Makler ist das hilfreich, weil BU-Beratung stark von Vertrauen lebt. Ein unabhängiges Rating ersetzt keine individuelle Beratung, kann aber die Einordnung erleichtern. Es zeigt: Hier geht es nicht nur um einen attraktiven Beitrag, sondern auch um Verlässlichkeit und Leistungsstärke.

Warum sollte im Gespräch auch der Leistungsfall thematisiert werden?

Herbert Nowak: Weil sich die Qualität einer BU-Versicherung letztlich im Leistungsfall zeigt. Kunden wollen wissen, was passiert, wenn sie wirklich berufsunfähig werden. Deshalb sollten Makler nicht nur über Beitrag, Förderung und Rentenhöhe sprechen, sondern auch über die Leistungsprüfung.

ERGO hat 2025 rund 2.700 neue Berufsunfähigkeitsrenten bewilligt und rund 15.000 laufende Berufsunfähigkeitsrenten ausgezahlt. Die Anerkennungsquote liegt bei 80 Prozent. Die Prozessquote lag 2024 bei 1,8 Prozent und damit unter dem Marktdurchschnitt von 2,1 Prozent. Außerdem sind über 40 spezialisierte Fachleute täglich für Kunden im Einsatz. Mit diesen Zahlen können Makler die Verlässlichkeit im Ernstfall verdeutlichen.

Was ist Ihr Tipp für Makler, die das Thema jetzt bei Firmenkunden ansprechen möchten?

Herbert Nowak: Nicht zu kompliziert starten. Arbeitgeber müssen zuerst verstehen, welchen Mehrwert die Lösung für ihr Unternehmen und ihre Mitarbeitenden bietet. Eine gute Frage lautet: „Wie viele Ihrer Mitarbeitenden hätten bei längerer Berufsunfähigkeit eine ausreichende finanzielle Absicherung?“
Damit ist man sofort beim Kern: Arbeitskraft ist für die meisten Beschäftigten die Basis ihrer finanziellen Planung. Arbeitgeber können hier einen Beitrag leisten, ohne dass das Thema künstlich konstruiert werden muss.

Vielen Dank für das Gespräch.

Fakten-Check

  • Mehr als 30 Millionen Erwerbstätige in Deutschland haben keinen ausreichenden Schutz gegen Berufsunfähigkeit.
  • Die ERGO BU Best ist auch als Direktversicherung in der bAV verfügbar.
  • Arbeitnehmer profitieren durch Entgeltumwandlung und Arbeitgeberzuschuss von einer geringeren Nettobelastung.
  • Für Arbeitgeber ist die BU als Direktversicherung ein starker Benefit.
  • Für Makler entsteht ein praxisnaher Beratungsanlass im Firmengeschäft.
  • Wichtige Highlights sind unter anderem Überbrückungshilfe, Beitragsbefreiung bei AU, Karrieregarantie, Nachversicherungsmöglichkeiten und Verlängerungsoption.

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