Einkommensschutz wird dann greifbar, wenn er systematisch in bestehende Beratungsprozesse integriert wird. Der Einstieg gelingt oft einfacher als gedacht, wenn Makler das Thema strukturiert angehen und gezielt in bestehenden bAV-Konzepten verankern.
1. Ausgangssituation im Unternehmen klären
Zu Beginn steht ein kurzer Check des Status quo: Gibt es bereits eine bAV? Und wenn ja, ist Einkommensschutz überhaupt Bestandteil des Versorgungskonzepts oder liegt der Fokus ausschließlich auf Altersvorsorge? Gerade hier zeigt sich häufig die erste Lücke.
2. Versorgungslücke konkret machen
Im nächsten Schritt geht es darum, das Risiko greifbar zu machen. Eine einfache Frage reicht oft aus: „Was passiert finanziell, wenn ein Mitarbeiter morgen länger ausfällt?“ Viele Arbeitgeber stellen dabei selbst fest, dass es für diesen Fall keine klare Lösung gibt.
3. Zielgruppen im Unternehmen differenziert betrachten
Nicht jede Lösung passt zu jeder Tätigkeit. Während für kaufmännische Mitarbeitende häufig die BU im Vordergrund steht, kann für gewerbliche oder körperlich tätige Belegschaften der Grundfähigkeitsschutz der passendere Einstieg sein. Hier geht es also in erster Linie um passende Lösungen statt um Standardprodukte.
4. Einkommensschutz ins bAV-Konzept integrieren
Im nächsten Schritt wird das Thema in der Vorsorgeplanung verankert. Das kann unterschiedlich aussehen:
als freiwilliger Zusatzbaustein
als arbeitgeberbezuschusste Lösung
oder als Bestandteil einer einheitlichen Versorgungsordnung
5. Arbeitgeber bei der Positionierung unterstützen
Einkommensschutz funktioniert am besten, wenn er verständlich kommuniziert wird. Makler können hier aktiv unterstützen, durch einfache Beispiele oder klare Botschaften:
Nicht die Produktdetails stehen im Vordergrund, sondern die Lösung konkreter Probleme.
6. Mitarbeitende aktiv einbinden und informieren
Der letzte Schritt entscheidet über den Erfolg: das Angebot muss ankommen.
In Mitarbeitergesprächen, bei Neueinstellungen oder im Rahmen von Benefits-Kommunikation sollte der Einkommensschutz einen festen Platz einnehmen. Wenn die Vorteile verständlich kommuniziert werden, entsteht aus einem zusätzlichen Baustein ein echter Mehrwert.