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Einkommensschutz als Ergänzung zur bAV

Mehr Wirkung für Mitarbeitende: bAV und Einkommensschutz clever kombinieren

Wenn Mitarbeitende gar nicht bis zur Rente arbeiten können, gerät nicht nur der Lebensstandard unter Druck, sondern häufig auch die Selbstbestimmung und finanzielle Unabhängigkeit. Genau hier beginnt moderne bAV-Beratung. Wer Einkommensschutz integriert, verbindet Altersvorsorge mit echter Absicherung im Berufsleben und eröffnet neue Ansatzpunkte für die Beratung.

Eine moderne bAV entfaltet ihre Wirkung idealerweise schon lange vor dem Rentenbeginn. Denn viele Beschäftigte fürchten um ihren Lebensstandard, wenn ihr Einkommen unerwartet früh wegbricht. Hier haben wir Lösungen.

Jana Siering Vertriebsdirektion Makler Leben

Darum geht’s 

  • Warum Einkommenssicherung in die bAV gehört
  • Wie BU- und Grundfähigkeitsschutz sinnvoll eingebunden werden
  • Welche Vorteile sich für Arbeitgeber und Mitarbeitende ergeben
  • Wo Makler konkrete Beratungsansätze finden
  • Warum das Thema gerade jetzt an Bedeutung gewinnt

 

Wenn das Einkommen wegbricht, reicht Altersvorsorge allein nicht aus

Ein Mitarbeiter Mitte 40 mit Familie und laufender Finanzierung. Alles scheint geregelt und abgesichert. Doch plötzlich fällt er krankheitsbedingt langfristig aus. Die betriebliche Altersversorgung ist zwar geregelt, doch sie greift erst später. Was in dieser Situation fehlt, ist nicht die Rente von morgen, sondern das Einkommen von heute.

Genau hier wird deutlich, wo viele Versorgungskonzepte noch unvollständig sind. Bei der Altersvorsorge gibt es häufig noch Nachbesserungs- und Anpassungsbedarf, die Absicherung der Arbeitskraft fehlt dagegen häufig noch komplett. Dabei entscheidet sie im Ernstfall darüber, ob der Lebensstandard gehalten werden kann.

Für die Beratung eröffnet sich damit eine klare Chance, die betriebliche Altersversorgung mit dem Einkommensschutz zu kombinieren.

 

Warum Einkommenssicherung fester Bestandteil der bAV sein kann

Das Risiko der Berufsunfähigkeit ist zwar real, wird aber häufig unterschätzt. Statistisch trifft es jeden vierten Erwerbstätigen im Laufe seines Arbeitslebens mindestens einmal. Die Ursachen für Berufsunfähigkeit sind längst nicht mehr nur körperlicher Natur. Psychische Erkrankungen sind der Hauptgrund, gefolgt von schweren Erkrankungen wie Krebs oder Problemen des Bewegungsapparats. Das Risiko betrifft nicht einzelne Berufsgruppen, sondern nahezu jede Belegschaft, unabhängig von Tätigkeit oder Hierarchiestufe.

Gleichzeitig zeigt sich eine deutliche Versorgungslücke durch den Gesetzgeber, da sich dessen Erwerbsminderungsrente nicht am zuletzt ausgeübten Beruf orientiert, sondern an der allgemeinen Leistungsfähigkeit. Wer also noch in irgendeiner Tätigkeit einsetzbar ist, erhält entsprechend reduzierte Leistungen, die oft deutlich unter dem bisherigen Einkommen liegen.

Betroffene ohne Schutz müssen dann finanzielle Einschränkungen hinnehmen. In der Folge geraten ihre Selbstbestimmung und Unabhängigkeit unter Druck, weil finanzielle Spielräume plötzlich fehlen.

Infografik zu den häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit. Sie sind Psyche/Nerven mit 38%, Krebs mit 19% , Bewegungsapparat mit 16%, Unfälle mit 8% und Sonstige mit 19%
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Zwei Wege, ein Ziel: Einkommensschutz über die bAV

Wer Einkommensschutz in die bAV integriert, hat zwei bewährte Ansätze zur Auswahl, die je nach Budget oder Tätigkeit im Unternehmen gewählt werden können:

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

Die BU knüpft direkt an den zuletzt ausgeübten Beruf an. Wird dieser aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausgeübt, greift die vereinbarte Leistung.

Mit der ERGO BU Best (bAV) steht dafür eine eigenständige Lösung innerhalb der Direktversicherung zur Verfügung, die sich in bestehende Versorgungskonzepte einfügen lässt. Der Clou für den Arbeitnehmer: die Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit. Sie übernimmt im Leistungsfall die Beiträge zur Altersvorsorge und sorgt dafür, dass die betriebliche Versorgung auch dann weiter aufgebaut wird, wenn das eigene Einkommen wegfällt. Das bewahrt die persönliche Entscheidungsfreiheit und stabilisiert die Vorsorgeplanung langfristig.

Grundfähigkeitsschutz (GF)

Der Grundfähigkeitsschutz setzt nicht am Beruf, sondern an grundlegenden Fähigkeiten an. Er leistet, wenn definierte körperliche oder geistige Fähigkeiten verloren gehen – unabhängig von der konkreten Tätigkeit.

Die ERGO Body Protect (bAV) eröffnet hier einen alternativen Zugang, insbesondere für Zielgruppen, bei denen eine klassische BU, beispielsweise aufgrund von Vorerkrankungen, schwerer umsetzbar ist.

Ob BU oder GF – beide Absicherungen des Einkommens können die bAV sinnvoll ergänzen.

Langfristige Ziele mit Alltagsrealität verknüpfen

Während Altersvorsorge oft als langfristiges Thema wahrgenommen wird, spricht Einkommensschutz eine unmittelbare Lebensrealität an. Es geht nicht um ferne Jahrzehnte, sondern um die Frage, wie persönliche Lebensentwürfe und Freiheiten funktionieren sollen, wenn das Einkommen plötzlich wegfällt.

Die Einbindung in die bAV schafft dabei einen strukturierten und nachvollziehbaren Zugang. Beiträge können über den Arbeitgeber organisiert werden, steuerliche Vorteile werden genutzt und das Thema wird im bestehenden Versorgungssystem verankert. Dadurch fällt der Einstieg leichter und Entscheidungen werden nicht aufgeschoben, sondern aktiv getroffen.

So entsteht ein klarer Mehrwert: Mitarbeitende gewinnen Sicherheit im Hier und Jetzt, während die bAV insgesamt greifbarer wird.

Ein Benefit, der verstanden wird und wirkt

Für Arbeitgeber eröffnet sich damit ein Ansatz, der weit über klassische Altersvorsorge hinausgeht. Einkommensschutz ist kein abstraktes Zukunftsthema, sondern beantwortet eine konkrete Frage, die viele Beschäftigte beschäftigt: Was passiert, wenn ich nicht mehr arbeiten kann?

Genau darin liegt seine Stärke als Benefit. Er ist verständlich, relevant und direkt mit dem eigenen Lebensstandard verbunden. Unternehmen, die dieses Thema aktiv aufgreifen, positionieren sich nicht nur als Anbieter von Vorsorge, sondern als Arbeitgeber, der Verantwortung übernimmt.

Gleichzeitig lässt sich der Einkommensschutz sauber in bestehende bAV-Strukturen integrieren. Statt Einzellösungen entsteht ein einheitliches Konzept, das sowohl die aktuelle Arbeitskraft absichert, als auch die Versorgungslücke im Alter verkleinert.

 

Vom Rentengespräch zum Einkommensschutz: unsere Checkliste für Makler

Einkommensschutz wird dann greifbar, wenn er systematisch in bestehende Beratungsprozesse integriert wird. Der Einstieg gelingt oft einfacher als gedacht, wenn Makler das Thema strukturiert angehen und gezielt in bestehenden bAV-Konzepten verankern.

1. Ausgangssituation im Unternehmen klären
Zu Beginn steht ein kurzer Check des Status quo: Gibt es bereits eine bAV? Und wenn ja, ist Einkommensschutz überhaupt Bestandteil des Versorgungskonzepts oder liegt der Fokus ausschließlich auf Altersvorsorge? Gerade hier zeigt sich häufig die erste Lücke.

2. Versorgungslücke konkret machen
Im nächsten Schritt geht es darum, das Risiko greifbar zu machen. Eine einfache Frage reicht oft aus: „Was passiert finanziell, wenn ein Mitarbeiter morgen länger ausfällt?“ Viele Arbeitgeber stellen dabei selbst fest, dass es für diesen Fall keine klare Lösung gibt.

3. Zielgruppen im Unternehmen differenziert betrachten
Nicht jede Lösung passt zu jeder Tätigkeit. Während für kaufmännische Mitarbeitende häufig die BU im Vordergrund steht, kann für gewerbliche oder körperlich tätige Belegschaften der Grundfähigkeitsschutz der passendere Einstieg sein. Hier geht es also in erster Linie um passende Lösungen statt um Standardprodukte.

4. Einkommensschutz ins bAV-Konzept integrieren
Im nächsten Schritt wird das Thema in der Vorsorgeplanung verankert. Das kann unterschiedlich aussehen:

  • als freiwilliger Zusatzbaustein

  • als arbeitgeberbezuschusste Lösung

  • oder als Bestandteil einer einheitlichen Versorgungsordnung

5. Arbeitgeber bei der Positionierung unterstützen
Einkommensschutz funktioniert am besten, wenn er verständlich kommuniziert wird. Makler können hier aktiv unterstützen, durch einfache Beispiele oder klare Botschaften:
Nicht die Produktdetails stehen im Vordergrund, sondern die Lösung konkreter Probleme.

6. Mitarbeitende aktiv einbinden und informieren
Der letzte Schritt entscheidet über den Erfolg: das Angebot muss ankommen.
In Mitarbeitergesprächen, bei Neueinstellungen oder im Rahmen von Benefits-Kommunikation sollte der Einkommensschutz einen festen Platz einnehmen. Wenn die Vorteile verständlich kommuniziert werden, entsteht aus einem zusätzlichen Baustein ein echter Mehrwert.

Warum Einkommensschutz gerade jetzt relevanter wird

Die Bedeutung von privatem Einkommensschutz ist nicht erst seit dem Aufklaffen der gesetzlichen Versorgungslücke wichtiger denn je. Die beschriebenen Ursachen betreffen alle Berufsgruppen und vergrößern das Beratungspotenzial. 

Insbesondere deshalb, weil entsprechender Schutz in der bAV noch längst kein Standard ist. Viele Unternehmen konzentrieren sich weiterhin auf die Altersvorsorge, obwohl der Bedarf im aktiven Berufsleben oft größer ist.

Gerade diese Lücke macht das Thema so interessant für die Beratung: Der Bedarf ist vorhanden, das Bewusstsein für gesundheitliche Vorsorge wächst. 

Ein zusätzlicher Baustein für eine moderne bAV

Für Vermittler entsteht ein spannendes Beratungsfeld, in dem sich Einkommensschutz mit den passenden Bausteinen gezielt in bestehende bAV-Konzepte integrieren lässt. Mit Lösungen wie der ERGO BU Best (bAV) und der ERGO Body Protect (bAV) bieten sich Bausteine, um Versorgungslücken sinnvoll schließen zu können.

Unterstützt durch klare Prozesse, verständliche Produkte und begleitende Services schafft das für alle Beteiligten einen Rahmen, der Sicherheit in der Beratung und Umsetzung ermöglicht.

Vom Bedarf zur Lösung führen

Wer im Gespräch nicht nur nach der Altersvorsorge fragt, sondern gezielt das Risiko eines Einkommensausfalls anspricht, eröffnet neue Perspektiven. Einkommensschutz wird so zum logischen nächsten Schritt und macht bAV deutlich greifbarer.

bAV-Tipp

Ganzheitliche bAV schafft echte Relevanz

bAV entfaltet ihren vollen Wert erst dann, wenn sie über die reine Altersvorsorge hinaus gedacht wird. Einkommensschutz ergänzt das System genau dort, wo die größten Risiken liegen, nämlich im aktiven Berufsleben. In Kombination mit einer Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit wird sichergestellt, dass die Altersvorsorge weiter aufgebaut werden kann.

Für Makler entsteht daraus eine klare Chance, neue Gesprächsanlässe zu generieren, Argumente zu verstärken und näher an der Lebensrealität der Kunden zu beraten.

Fakten-Check

  • Jeder Vierte wird im Laufe des Arbeitslebens berufsunfähig
  • Psychische Erkrankungen sind häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit
  • Gesetzliche Erwerbsminderungsrente greift nur eingeschränkt
  • Absicherung der Arbeitskraft ist in der bAV noch kein Standard
  • Rund 51,9 % der Beschäftigten haben eine aktive bAV
  • Einkommensschutz bietet klares Cross-Selling-Potenzial

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